Brüder nach brutaler Kneipenschlägerei vor Gericht

29.01.2009


Wegen schwerer Körperverletzung müssen sich seit dem gestrigen Mittwoch zwei Brüder vor dem zuständigen Berliner Landgericht verantworten. Den beiden Männern im Alter von 28 und 30 Jahren wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, im Oktober des Jahres 2006 in einem Lokal im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen drei Menschen angegriffen und desweiteren schwer misshandelt zu haben. Ein Gast soll von den Männern bewusstlos geschlagen worden sein, als er einem Freund zu Hilfe kommen wollte. Der 55 Jahre alte Mann ist infolge einer schweren Schädelverletzung inzwischen auf Dauer arbeitsunfähig. Seinem zuständigen Anwalt zufolge kann das 55 jährige Opfer noch immer nicht ohne entsprechende Gehhilfen laufen.

Laut aktueller Anklage hatten die beiden Brüder zunächst den Freund des 55 Jahre alten Mann angegriffen. Dabei soll der 28 Jahre alte Angeklagte ihn in den Schwitzkasten genommen haben, während sein älterer Bruder immer wieder auf ihn einschlug. Auch der Wirt des Lokals, der dem betroffenen Mann helfen wollte, habe einen Faustschlag von den Tätern gegen den Kopf bekommen. Schließlich soll der 55 jährige Hauptgeschädigte eingegriffen haben, weil die beiden Brüder weiter auf seinen Bekannten eindroschen.

Nachdem der 28 Jahre alte Mann das besagte Opfer mit einem harten Faustschlag zu Boden streckte, soll der 28 jährige mit einem Stuhl weiter auf den inzwischen bewusstlosen Mann eingeschlagen haben, bis das Opfer stark blutete und nur noch röchelte. Die beiden Angeklagten kündigten an, sich am kommenden Verhandlungstag zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zu äußern. Das Opfer soll am 4. März diesen Jahres als Zeuge gehört werden. Der Prozess gegen die beiden Brüder wird am 11. Februar diesen Jahres fortgesetzt.


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