Ex-Senator Kusch: Ermittlungen sollen zusammen gelegt werden

02.12.2008


Die aktuellen Vorermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaften der Hansestadt Hamburg und der Stadt Duisburg gegen früheren Justizsenator Roger Kusch wegen des Verstoßes gegen das amtlichen Arzneimittelgesetz werden möglicherweise zusammengeführt. Bis Ende der aktuellen Woche könnte eine entsprechende Entscheidung auf dem Tisch liegen, teilte der zuständige Sprecher der Staatsanwaltschaft der Stadt Duisburg, Detlef Nowotsch, am gestrigen Montag der “WELT” mit.

“Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass wir das Verfahren abgeben werden”, so der Sprecher. Wilhelm Möllers, Sprecher der zuständigen Hamburger Staatsanwaltschaft, ergänzte weiterhin, man prüfe das derzeit ob es möglich ist. Binnen von zwei Tagen waren in der letzten Woche gleich zwei Mal Privatwohnungen von dem früheren Justizsenator Kusch in der Stadt Hamburg und Stuttgart sowie das Büro seines Sterbehilfevereins in dem Hamburger Stadtteil Hamburg-St. Georg durchsucht worden.

Dabei seien diverse Beweismittel gefunden worden, die derzeit detailiert ausgewertet würden, erklärten Möllers und Nowotsch. Die zuständigen Behörden prüften, ob der ehemalige Justizsenator verschreibungspflichtige Medikamente an Dritte weitergegeben habe. Anlass für die Durchsuchungen durch Beamte der Polizei war nach Angaben von Kusch die Entscheidung zweier Menschen, freiwillig ihr Leben zu beenden. Kusch begleitete nach eigenen Angaben in beiden Fällen den Selbstmord.


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