G20 Gipfel: Japan kritisiert Deutschlands Krisenpolitik
01.04.2009
Der japanische Premierminister hat im Vorfeld des diesjährigen G20 Gipfels Deutschland und seine Krisenpolitik scharf angegriffen. In einem entsprechenden Interview warf der japanische Politiker der deutschen Regierung “mangelnde wirtschaftliche Kompetenz” in Zeiten der internationalen Wirtschaftskrise vor.
London – Im Vorfeld des diesjährigen G20-Gipfels in der Hauptstadt von dem Land Großbritannien hat der zuständige Premierminister des Landes Japan scharf Taro Aso die Krisenpolitik Deutschlands kritisiert. In einem entsprechenden Interview, welches in der Zeitung der “Financial Times” veröffentlicht wurde warf der japanische Premier der deutschen amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel “mangelnde wirtschaftliche Kompetenz” im Umgang mit der internationalen Wirtschaftskrise vor.
In erster Linie das zögerliche Handeln bezüglich weiterer geforderter Konjunkturprogramme seitens der Regierung von Deutschland hält der japanische Politiker für vollkommen falsch. Der Premier des Landes Japan führte in dem Interview weiter aus, dass es Länder auf unserer Welt gibt, welche “die Bedeutung finanzieller Maßnahmen verstehen” und dass es wiederum andere Länder gibt, welche die Maßnahmen “nicht verstehen.”
Dieses wieder Politiker es nannte “Nicht-Verständnis” sei wohl auch der Grund, warum das Land Deutschland sich gegen weitere finanzielle Hilfsprogramme stemme. Der sogenannte G20 Gipfel wird heute bei einem großen Abendessen im britischen London eröffnet. Die weiteren Verhandlungen, um weiterer Regeln für eine bessere Kontrolle der weltweiten Finanzmärkte, sowie eine mögliche Vorbeugung vor neuen globalen Krisen zu schaffen, stehen morgen auf dem Plan des diesjährigen G20 Gipfels. (dts/nvm/rr)
