Koch ist inoffiziell Reservekanzler
02.12.2008
Der Ministerpräsident des Bundeslandes Hessen stellt sich klar hinter seine CDU Chefin Merkel. Bei den Stellvertreter-Wahlen hängt er klar und deutlich Wulff und Rüttgers ab. Der Ministerpräsident aus Hessen Roland Koch trägt seit dem gestrigen Montag jedenfalls inoffiziell den Titel des Reservekanzlers.
Bei den sogenannten Stellvertreter-Wahlen von der zuständigen Parteichefin Angela Merkel fuhr Koch sehr starke 88,76 Prozent der zuständigen Delegiertenstimmen ein. Vor zwei Jahren in der sächsischen Stadt Dresden waren es noch gerademal 68,19 Prozent gewesen. Das eindeutige Ergebnis des fast schon totgesagten Machtpolitikers aus Hessen wird zwar auch mit der am 18. Januar des nächsten Jahres anstehenden Neuwahl in Hessen erklärt – offensichtlich wollten die Delegierten der CDU ihm für den anstehenden Auftakt zum Superwahljahr im nächsten Jahr den Rücken stärken.
Doch der Abstand zu seinen ebenfalls als Stellvertreter wiedergewählten parteiinternen Konkurrenten ist nicht gerade sehr gering, als dass der Politiker Koch sich allein mit dem sogenannten Wahlkampf-Bonus erklären ließe.
